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Initiative gegen Kinderunfälle.

Verkehrserziehungsaktion für mehr Sicherheit im Schulumfeld

Ein Blick auf die Uhr und der Stresspegel steigt, längst sollte man schon beim nächsten Termin sein. Durch Stress und Zeitdruck erhöht sich jedoch auch die Bereitschaft, aufs Gas zu steigen.
Rund 40 Prozent aller Fahrzeuglenker fahren nicht die vorgeschriebenen 50 km/h im Ortsgebiet, bei Tempo-30-Limits missachten sogar 60 Prozent die gesetzlich festgesetzte Geschwindigkeitsgrenze. Dabei wird häufig der Anhalteweg unterschätzt: 70 km/h statt 50 km/h bedeutet eine Verlängerung des Anhaltewegs um 18 Meter. Und mit der Höhe der Geschwindigkeit nimmt leider häufig auch die Bereitschaft ab, vor dem Schutzweg anzuhalten.

Verkehrserziehungsaktion für mehr Sicherheit im Schulumfeld
Aus diesem Grund setzen das Land Salzburg und das KFV gemeinsam mit Volksschülern sowie mit Unterstützung der Polizei im Jahr 2018 die Aktion „Apfel-Zitrone“ fort. Ziel ist es, bei allen Fahrzeuglenkern Bewusstsein für die Schwächsten im Straßenverkehr zu schaffen. Am Aktionstag übernehmen die Schulkinder die Rolle der Verkehrserzieher. Gemeinsam mit Polizei und Aktionsbetreuern messen die Kinder mit Hilfe einer mobilen Tempoanzeige oder einer Messpistole vor der Schule die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Wer sich an Tempolimits hält, wird gelobt und bekommt einen „süßen“ Apfel. Wer zu schnell ist, wird nett ermahnt und erhält eine „saure“ Zitrone sowie ein Erinnerungsbild. Durch den direkten Kontakt wird den Fahrzeuglenkern nachhaltig vor Augen geführt, dass durch überhöhte Geschwindigkeit Menschenleben leichtsinnig gefährdet werden.