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Initiative gegen Kinderunfälle.

Mildes Wetter: Hochrisikozeit für Fensterstürze von Kindern steht bevor!

(c)KFV/APA-Fotoservice/Juhasz

Aufgrund des für die Jahreszeit sehr milden Wetters steigt derzeit auch das Risiko für Fensterstürze von Kindern. Denn bei sonniger Witterung und steigenden Temperaturen werden Fenster und Balkontüren wieder öfter und länger geöffnet. Das KFV appelliert an Eltern und Aufsichtspersonen, entsprechende Vorsichts- maßnahmen zu treffen und Kinder auch beim „kurzen Lüften“ stets zu beaufsichtigen.

Alle 4 Wochen ereignet sich im Durchschnitt in Österreich ein Fenstersturz eines Kindes. Die Folgen sind meist schwerwiegend und reichen von Prellungen und Knochenbrüchen bis hin zu lebensgefährlichen Verletzungen von Kopf, Wirbelsäule und inneren Organen. Fensterstürze zählen somit zu den schwersten Unfällen von Kindern. Der Bewegungs- und Entdeckungsdrang von Kindern kann sich in Kombination mit geöffneten oder ungesicherten Fenstern und Balkontüren in Sekundenschnelle zu einer unkalkulierbaren Gefahrenquelle entwickeln. Der Gefahr eines Sturzes aus großer Höhe sind sich vor allem Kleinkinder nicht bewusst, erschwerend kommt hinzu, dass es ihnen oft schwerfällt, die Balance zu halten. Grund hierfür ist ihr verlagerter Körperschwerpunkt, der im Vergleich zu Erwachsenen höher liegt.


Expertentipps: So verhindern Sie Fensterstürze

  • Lassen Sie Kinder bei geöffnetem Fenster niemals unbeaufsichtigt und nehmen Sie sie mit in den Nebenraum, wenn Sie das Zimmer verlassen!
  • Statten Sie Fenster und Balkontüren mit versperrbaren Fenstersicherungen aus! Bewahren Sie den Schlüssel außer Reichweite von Kindern auf.
  • Achten Sie drauf, dass Fenstersicherungen dem Alter der Kinder entsprechen. Einige im Handel erhältliche Produkte können mit zunehmendem Alter von Kindern selbst geöffnet werden.
  • Positionieren Sie Gegenstände, die für Kinder reizvoll erscheinen könnten, nicht auf Fensterbrettern oder Balkonbrüstungen.
  • Platzieren Sie kein Mobiliar in der Nähe von Fenstern oder Balkontüren – Kinder nutzen Gegenstände wie Sessel, Tische etc. geschickt als „Kletterhilfen“!