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Initiative gegen Kinderunfälle.

Kampf gegen Ertrinkungsunfälle

KFV unterstützt mehr als 200 Kinder in Österreich beim Schwimmen lernen!Gut gerüstet starteten heuer mehr als 200 Kinder aus Österreich in die Schwimmsaison, denn sie sind dank eines Schwimmkurses mit Helmi nun sicher im kühlen Nass unterwegs. Im Rahmen der Initiative „VISION ZERO 2020 – Kinderunfälle sind vermeidbar“ des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) tourte Sicherheitsexperte Helmi in den Sommermonaten durch die österreichischen Bundesländer und brachte Kindern zwischen fünf und 15 Jahren das Schwimmen bei.

Wien, 5. September 2015

Egal in welchem Alter, Kinder lieben das Wasser und gerade an heißen Sommertagen tummeln sich viele kleine und große Wasserratten in Schwimmbädern und an Badeseen. Aber schwimmen macht nicht nur Spaß und ist gesund, schwimmen will auch gelernt sein und ist für die eigene Sicherheit ganz besonders wichtig. Aus diesem Grund hat Kinderliebling Helmi gemeinsam mit Trainerinnen und Trainern der Schwimmschule Steiner rund 100 Kindern in Wien das Schwimmen beigebracht. Erster Schritt des Kurses war eine spielerische Gewöhnung an das Wasser, bevor im nächsten Schritt die richtigen Brust- und Rückenschwimmbewegungen gelernt wurden. Sprünge vom Beckenrand sowie Tauch- und Gleichgewichtsübungen waren ebenfalls Teil des Schwimmkurses und erfreuten sich bei den kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders großer Beliebtheit.

„Schwimmen zu können, kann lebenswichtig sein. Kindern können gar nicht früh genug an das Wasser gewöhnt werden, aber ein gezielter Unterricht ist erst ab einem Alter von ca. vier oder fünf Jahren möglich. Je früher die Kinder mit dem Schwimmen beginnen, desto leichter lernen sie es und desto selbstverständlicher ist ihr Umgang mit dem Element Wasser“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.

Eiserne Regel: Kinder immer im Auge behalten

Wie wichtig es ist, dass bereits kleine Kinder schwimmen lernen, zeigt die Statistik des KFV: Durchschnittlich fünf Kinder unter 15 Jahren ertrinken pro Jahr in Österreich – davon sind vier Kinder unter fünf Jahre alt. Ertrinken stellt somit bei Kleinkindern unter fünf Jahren die zweithäufigste Unfallart mit Todesfolge – hinter Verkehrsunfällen – dar. Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern passieren oft im eigenen Garten oder in der unmittelbaren Wohnumgebung. „Viele Kinder sind unbeaufsichtigt, spielen beim Pool oder Biotop und fallen hinein. Schon eine Minute Unachtsamkeit kann zur Katastrophe führen, denn Kleinkinder können bereits bei einer Wassertiefe von wenigen Zentimetern ertrinken. In der Paniksituation können sie den Kopf nicht mehr eigenständig aus dem Wasser ziehen und verfallen in eine Starre und ertrinken letztlich lautlos. Auch wenn der Unfall nicht tödlich endet, ist die Gefahr eines bleibenden Gehirnschadens wegen unterbrochener Sauerstoffzufuhr groß“, so Thann.

Selbst wenn Kinder schon schwimmen können, ist es von lebenswichtiger Bedeutung, dass sie in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt bleiben. Gerade bei Kleinkindern gilt: Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit – manchmal zu wenig, um schlimme Folgen zu verhindern.

VISION ZERO 2020

Die Aktion „Helmi lernt Kindern schwimmen“ ist Teil der vom KFV im letzten Jahr ins Leben gerufenen Initiative „Vision Zero 2020“. Kein getötetes Kind mehr in Österreich bis zum Jahr 2020 – so lautet das ehrgeizige Ziel der Initiative. Gemäß dem Motto „Volle Aufmerksamkeit - Null Unfälle!“ sollen gezielte Informationen und spannende Aktionen das Bewusstsein für den Schutz der Kleinsten steigern und Kinderunfälle durch praktische Präventionsmaßnahmen verhindert werden.