Deutsch |English
Initiative gegen Kinderunfälle.

Extremsportler Hannes Arch unterstützt Helmi im Kampf gegen Kinderunfälle in Österreich!

„Wenn es um das Leben von Kindern geht, darf es keine Kompromisse bei der Sicherheit geben“, so Extremsportler Hannes Arch. „Viele Leute glauben, im Extremsport kommt es alleine nur darauf an immer höhere Risiken einzugehen. Dabei geht es darum, Risiken richtig einzuschätzen."

Alle drei Minuten verunglückt in Österreich ein Kind. Etwa alle zwei bis drei Wochen stirbt dabei ein Kind. Damit gehören Unfälle zu den höchsten Gesundheitsrisiken für Kinder – Tendenz steigend. Zuletzt verzeichnete das KFV eine Steigerung von 4,4 Prozent (2013: 160.000 Unfälle; 2014: 167.100 Unfälle). In Wien gibt es eine Steigerung der Unfälle von Kindern unter 15 Jahren um 5,7 Prozent (2013: 24.700 Unfälle; 2014: 26.100 Unfälle). "Durch einfache Präventionsmaßnahmen wäre eine österreichweite Reduktion von bis zu 100.000 Kinderunfällen jährlich in Österreich durchaus vorstellbar“, so Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).  

„Risiken richtig einschätzen!“

„Wenn es um das Leben von Kindern geht, darf es keine Kompromisse bei der Sicherheit geben“, so Extremsportler Hannes Arch. „Viele Leute glauben, im Extremsport kommt es alleine nur darauf an immer höhere Risiken einzugehen. Dabei geht es darum, Risiken richtig einzuschätzen. Oft wird übersehen, wie hart Profis trainieren um über gewisse Grenzen hinausgehen zu können. Auch meine Flüge sind ein Zusammenspiel von solider Technik, guter Ausrüstung   langes Training und Erfahrung, womit ich in Summe, das Risiko eines Unfalles so weit wie möglich reduziere. Alle sagen, ich hätte so einen aggressiven Flugstil, dabei bin ich eigentlich ein sehr vorsichtiger Mensch. Ich wäge jedes Risiko sorgfältig ab. Im Cockpit herrscht pure Vernunft“, so Arch. Kinder in Watte zu packen davon hält Arch naturgegebener Maßen nicht viel: „Die Welt zu erkunden und Gefahren dabei selber auszuloten, ist für Kinder wichtig und essentiell. Es liegt aber an uns Erwachsenen Kindern ein sicheres Lebensumfeld dafür zu schaffen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen wie sie mit Risiken richtig umgehen lernen können“, so Arch.

Unfälle sind keine Zufälle – erfolgreiche Gegenstrategien

Unfälle sind keine Zufälle – sie haben Ursachen: Wie eine aktuelle KFV-Studie zeigt, sehen Eltern, wenn sie an die Sicherheit ihrer Kinder denken, die Gefahren meist zuerst im Straßenverkehr, das eigene Zuhause gilt als Ort der Sicherheit. Die Realität zeichnet ein anderes Bild: Nur zwei Prozent der Kinderunfälle betreffen den Straßenverkehr. 73 Prozent der Unfälle passieren zu Hause und in der Freizeit (ca. 123.000 verletzte Kinder unter 15 Jahren im Jahr 2014), mehr als 20 Prozent ereignen sich in der Schule und beim Schulsport. Die meisten Unfälle sind Stürze. Viele dieser Unfälle ereignen sich in einem Bereich, auf den Eltern einen direkten Einfluss haben: in der Wohnung. „Durch die Stärkung des elterlichen Risikobewusstseins sowie einfache Sicherheitsmaßnahmen, lassen sich Haushalte im Handumdrehen kindersicher gestalten und Unfälle vermeiden. Besonders tragisch sind Unfälle – wie z.B. die regelmäßig wiederkehrenden tödlichen Fensterstürze – die durch entsprechende Maßnahmen vermeidbar wären“, appelliert Thann. So sollten zum Beispiel Fenster immer mit Fenstersperren versehen sein. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenster- oder Türgriff integriert und mit einem Schlüssel zu öffnen sind. Auch die konsequente Verwendung von passenden Kindersitzen und das stetige Anschallen der Kinder in Fahrzeugen (auch auf kurzen Strecken!) sowie das Tragen entsprechender Schutzausrüstung beim Sport (Radhelm!) hilft schwere Unfälle zu vermeiden. 

Initiative gegen Kinderunfälle - VISION ZERO 2020: Kinderunfälle sind vermeidbar!

Kein getötetes Kind mehr in Österreich – so lautet das ehrgeizige Ziel der im Jahr 2014 ins Leben gerufenen Initiative „Vision Zero 2020“. Gemäß dem Motto „Volle Aufmerksamkeit - Null Unfälle!“ sollen gezielte Informationen und spannende Aktionen das Bewusstsein für den Schutz der Kleinsten steigern und Kinderunfälle durch praktische Präventionsmaßnahmen verhindert werden.