Initiative gegen Kinderunfälle.

Gefahr für Kinder: KFV warnt vor ungesicherten Pools im Garten

Rund 130.000 private Schwimmbäder gibt es derzeit laut Angaben des Österreichischen Verbands der Schwimmbad- und Saunawirtschaft (ÖVS) – mit steigender Tendenz. Dazu kommen mehr als 100.000 Aufstellpools und Planschbecken, wie eine KFV Erhebung zeigt. Seit Beginn der Corona-Krise verzeichnen Poolanbieter noch einmal einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach privaten Schwimmbecken.
Bei sommerlichen Temperaturen und besonders in der aktuellen Situation bietet ein Pool im eigenen Garten natürlich viele Vorteile. Dennoch muss bei der Errichtung eines Pools immer auch die Sicherung mitberücksichtigt werden: Denn Ertrinken ist bei Kleinkindern, nach Verkehrsunfällen, die zweithäufigste Todesursache. Daheim ertrinken mehr als doppelt so viele Kinder wie im öffentlichen Freibad oder am Badesee.


Rechtlich gilt: wer eine Gefahrenquelle schafft muss diese auch absichern

Kinder dürfen – auch wenn sie schon schwimmen können – in der Nähe von Gewässern niemals unbeaufsichtigt bleiben. Gerade bei Kleinkindern gilt: Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit – manchmal zu wenig, um schlimme Folgen zu verhindern. Daher: Kinder immer im Auge behalten! Kleinkinder immer in unmittelbarer Reichweite! Wenn mehrere Erwachsene anwesend sind, so empfiehlt es sich, vorab abzustimmen, wer die Beaufsichtigung der Kinder übernimmt. Pools, Biotope und Schwimmteiche sollten durch einen eigenen Zaun und eine selbstschließende und versperrbare Tür gesichert werden – auch dann, wenn keine Kinder im eigenen Haushalt leben. Denn es muss immer damit gerechnet werden, dass kleine Kinder dennoch zu dem Gewässer gelangen könnten. Rechtlich gilt: Wer eine Gefahrenquelle schafft, muss für deren Absicherung bzw. Beseitigung sorgen.